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V-Modell

Der Prozess einer Software ist nach einem Modell zu gestalten, welches die Entwicklungsprozesse eines Softwareprodukts in kleine,
überschaubare Einheiten einteilt. Diese Einheiten müssen gegen Ende einer Phase validierbar sein.
Die Aktivitäten müssen zunächst nach einem Schema geordnet werden. Daraus lassen sich Teilprozesse bestimmen,
welche schrittweise umgesetzt werden sollen. Hierzu bietet sich das V-Modell an, welches sich durch seinen überschaubaren Aufbau
auch für ein kleineres Unternehmen eignet.


Abbildung 1: Das V-Modell

Das V-Modell bietet die Möglichkeit, jede einzelne Phase sauber abzugrenzen und zu testen.
Aus dieser Darstellung ergibt sich die Möglichkeit das Phasenmodell zu definieren.
Die fachliche Vorgehensweise zum Aufbau des Systems wird je nach zeitlichen Gesichtspunkten entsprechend den Lebensphasen des Systems zugeordnet.
Jede einzelne Phase ist erst dann abgeschlossen, wenn die Teilaufgabe der entsprechenden Phase betreffend, erfolgreich durchgeführt wurde.
Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, genaue Kenntnis zum Projektstand zu erlangen.
Das Phasenmodel untergliedert folgende Einteilungen:

a) Konzeptphase:

Die Konzeptphase beinhaltet Aufgaben, welche sich beim Auftragseingang ergeben. Diese Phase entscheidet,
ob ein Auftrag angenommen oder abgelehnt werden soll.
Die Konzeptphase beinhaltet folgende Aktivitäten:
• Problemanalyse
• Wirtschaftlichkeitsprüfung
• Definieren der Teilaufgaben
• erstellen des Lastenhefts

Der Phasenabschluss erfolgt mit der Genehmigung des Projektauftrags durch die GL und einem unterschriebenen Lastenheft der Vertragspartner.

b) Definitionsphase:

Die Definitionsphase umfasst die Detailplanung nach einer vertraglichen Bindung und beinhaltet dabei folgende Aktivitäten:
• Erstellung des Pflichtenhefts,
• Festlegen der Hardware- und Softwareschnittstellen,
• Definieren der Ablaufstruktur,
• erstellen eines Ressourcen und Terminplans,
• erstellen einer Liste der Aktivitäten
• Durchführung einer Kostenplanung,
• erstellen eines Testplans.

Sämtliche Dokumente werden nach einer vorgegeben Struktur in Projektordnern (z.B. Server) abgelegt. Der Phasenabschluss erfolgt,
wenn sämtliche oben aufgeführte Punkte erfüllt wurden.

c) Realisierungsphase:

Bei der Realisierungsphase erfolgt die Umsetzung der Software- bzw. Systemanforderung.
Dabei werden die funktionellen Anforderungen des Kunden und der Benutzer umgesetzt.
Die Realisierungsphase beinhaltet somit:
• Implementierung
• Modultest
• Validation (ständiges Prüfen, ob auch das Richtige umgesetzt wurde),
• Moduldokumentation
• Risikoanalyse

Der Phasenabschluss erfolgt mit der Fertigstellung des Systems.

d) Integrations- und Testphase:

Diese Phase dient zum Projektabschluss und beinhaltet:
• Abnahmetest
• Systemdokumentation

Der Phasenabschluss erfolgt mit der Abnahme des Kunden und einem vom Kunden unterzeichneten Dokument das diese Kundenabnahme besiegelt.
Die Entwicklungsergebnisse werden der Geschäftsleitung in schriftlicher Form mitgeteilt.

QM Normen fordern, daß die in den Phasen eingeteilten Prozesse nicht überschritten werden dürfen,
bevor festgestellte Fehler oder Mängel beseitigt wurden. Die sogenannten „Reviews“ dienen hierbei als Kontrollmechanismus.
Jedem Phasenabschluss wird ein Review unterzogen, welcher den Soll-, Ist-Vergleich veranlasst. Alle Reviews müssen protokolliert werden.

 

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